• Trish

Coronavirus - entspannter(er) Alltag mit Kindern trotz Isolation

Aktualisiert: März 19

Schulen geschlossen, Kindergärten zu – Homeoffice, Haushalt, Kinderbetreuung, Schulbetreuung & selbst dabei nicht umkommen ist die Devise.


Die Welt steht Kopf und uns allen wird aktuell sehr viel abverlangt. Ein Grund näher zusammenzurücken und an einem Strang zu ziehen. Nicht nur in der Marktwirtschaft, sondern vor allem auch Zuhause. Von jetzt auf gleich wurden auch wir Eltern vor ganz neuen Herausforderungen gestellt. Tausend Fragen, Sorgen und Ängste beschäftigen uns… Doch gleichzeitig möchten wir die gewonnene Zeit mit unseren Kindern auch nutzen.

Wie wollen wir die Corona Pandemie rückblickend in Erinnerung behalten?

Jetzt haben wir die Chance schöne Erinnerungen zu kreieren. Doch wie sollen wir alles perfekt unter einem Hut bringen? – ähhhhh, gar nicht!! Bitte hab den Anspruch erst gar nicht an dich. Erinnere dich daran, dass du jeden Tag einfach nur dein Bestes geben kannst. Erinnere dich daran dass du ein MENSCH und keine Maschine bist und gerade viele neue Tätigkeiten übernehmen sollst. Auch für unsere Kinder ist das eine neue Herausforderung. Keine sozialen Kontakte & den ganzen Tag Bedürfnisse zu berücksichtigen/ erfüllen ist ANSTRENGEND. Deshalb, achte auf dich – gönne dir Auszeiten so oft es geht. Achte auf deine Grenzen, deine Ressourcen & verliere deine eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen.


Ich hatte Jennifer K. im Podcast Interview, sie teilt mit uns Ihre Erfahrungen aus ihrer kitafreien Zeit mit zwei Kleinkindern. Sie ist selbst Erzieherin & hat sich bewusst in den ersten Jahren gegen eine Fremdbetreuung entschieden (den Podcast zu dem Thema: Warum ich als Erzieherin mit meinen Kindern kitafrei lebe findest du hier) wir können heute von Ihren Erfahrungen profitieren, Haushalt & Kinder ohne Fremdbetreuung zu meistern. Ich habe für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst die dir in der aktuellen Zeit sicher eine große Stütze sein werden. Wenn du dir den wertvollen Podcast in voller Länge anhören möchtest, klicke gerne hier

Bezieht die Kinder mit ein. Kinder wollen Teil der Gesellschaft sein, sie wollen ernst genommen werden & einen wichtigen Beitrag leisten.

Einen der wichtigsten Punkte den sie nennt: Bezieht die Kinder mit ein. Kinder wollen Teil der Gesellschaft sein, sie wollen ernst genommen werden & einen wichtigen Beitrag leisten. Was uns dabei im Weg steht ist meist die innere Perfektionistin. Wir haben eine genaue Vorstellung darüber wie der Tisch sauber abgewischt gehört, wie die Kartoffeln geschält werden sollen oder wie die Geschirrspülmaschine “richtig“ eingeräumt wird. Wenn unsere Kinder helfen möchten und merken dass „es nicht richtig ist“ sie für ihren Beitrag kritisiert werden, oder sogar davon abgehalten, heimlich nachgebessert wird- demotiviert sie das. Deshalb schaltet euren inneren Monk ab, beißt ihm auf die Zunge- haltet es aus, ihr werdet dafür belohnt werden. Alle beschweren sich über 15jährige Teenager die nicht im Haushalt helfen wollen, aber in Wahrheit sind es nicht selten verletzte Kleinkinder die das Gefühl haben es nicht richtig zu machen & oder nicht wichtig genug zu sein.


JA Umgebung schaffen

Wenn die innere Perfektionistin also geknebelt & mit einem Tape über dem Mund in der Ecke sitzt können wir anfangen unsere Haltung gegenüber den Kindern zu verändern & sie als vollwertiges Teil der Familie zu integrieren & auch in Hausarbeiten mit einzubeziehen. Dazu ist es unabdingbar das Zuhause auch kindergerecht umzugestalten. Es steht eh schon überall Spielzeug rum? Um Spielzeug geht es gerade aber gar nicht. Viel mehr geht es um Alltagsgegenstände die für Kinder nicht erreichbar sind. Wenn sich ein Kind nicht selbst an Gläsern, Geschirr bedienen kann – kann es sich auch nicht selbständig trinken einschenken & auch nicht selbständig beim Tisch decken helfen. Schonmal ein „Mamaaaaaaaaaaa“ oder "Papaaaaa" weniger am Tag 😊Lasst uns die Gelegenheit nutzen und alte Stimmen in unseren Kopf wie Beispielsweise „oh Gott vorsichtig vorsichtig vorsichtig“, „dafür bist du noch zu klein“ gegen „ich vertrau dir da“ ersetzen.

Selbständig trinken einschenken???? Die innere Perfektionistin zappelt und schreit dumpf durch das Tape.

Legt vorsorglich einen Baumwollappen neben die Wasserkaraffe, sollte etwas daneben gehen kann dein Kind es einfach aufwischen, oder bei Bedarf auch gerne mit Hilfe der Eltern. Ansonsten- Dein Mantra: Es ist nur Wasser – alles kann sauber gemacht werden ❤Meistens ist das Schlimmste was passieren kann nämlich gar nicht so schlimm.


Auch beim Essen vorbereiten können Kinder große Helfer sein. Hier gilt das Mantra: vertrauen, vertrauen, vertrauen & begleiten. Jedes Gericht hat sicher eine altersgerechte Komponente die dein Kind übernehmen kann. Ob ein/e 2 jährige/r unbedingt beim kochendheißen Nudeln umrühren helfen kann- kommt aufs Kind an aber Zwiebeln schälen, Zutaten „vorkosten“ das ist sicher drinnen. Vertraue deinem Kind. Schau wie weit deine Grenzen gehen. Kann dein Kind schon ein Messer bedienen? Lass es beim schneiden helfen, bleib dabei und begleite es. Es wird sicher nicht so schnell gehen als wenn du es selbst machen würdest – aber wenn wir aktuell eines haben, dann wohl Zeit. Eine wundervolle Möglichkeit um unseren Kindern diese zu schenken & wieder ein schönes Mantra für dich „wir haben alle Zeit der Welt“


Jedes gesparte "Mamaaaaaaaa" oder "Papaaaa"schont unsere Nerven und stärkt die Selbstwirksamkeit unserer Kinder.

Beobachtet jedes „Mamaaaaaaaaa“ oder „Papaaaaaaaaa“ ganz genau. Glasklar- unsere Kinder brauchen uns und unsere Unterstützung, doch mindestens genauso wichtig ist das stolze Gefühl etwas alleine zu schaffen und der Familie unter die Arme greifen zu können. Hinter jedem „MAAAMAAAA“ „PAAAAPAAAA“ steht also auch die Chance zu gucken, gibt es die Möglichkeit etwas kindgerechter zu gestalten… oder einfach ein „ich bin da wenn du mich brauchst“

- Ohhh wieder eine tolle Möglichkeit für ein neues wertvolles Mantra dass Jenny mit uns geteilt hat „ich mache das weil ich dich liebe".


Fazit: liebe Eltern, wir machen gerade einen GROSSARTIGEN JOB und nicht nur wir, sondern unsere Kinder auch… wir sitzen alle in einem Boot, wir verzichten gerade alle auf uns unglaublich wichtige Dinge. Lasst uns facetimen, online Kaffee & Playdates ausmachen, schaut Fernsehen rauf & runter, verzeiht euch wenn ein Tag mal nicht so lief, seid gut zu euch. Uns wird wahrscheinlich nie wieder so viel Zeit mit unserer Familie geschenkt wie gerade eben. Ein allerletztes Mantra „Es geht vorbei“




174 Ansichten
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube

#mutterherzeneinestimmegeben

#ehrlichemutterschaft #stopmombashing #stophumanbashing #womanempowerment #momempowerment #mamaste #podcast #blog #mama #familie #eltern #teamliebe #mutterschaft #motherhood #momblog #elternschaft #achtsamkeit #lebenmitkindern #feminist #bindungsorientiert #bedürfnisorientiert #mamablogger #selbstliebe #patchworkfamilie

AGB/Widerruf